Geldwerter Vorteil: Was Sachleistungen vom Arbeitgeber kosten

Der geldwerte Vorteil ist eine Leistung des Arbeitgebers, die kein Geld ist, aber einen Geldwert hat – und deshalb wie Arbeitslohn versteuert wird.

Was ein geldwerter Vorteil ist

Als geldwerter Vorteil gilt jeder Vorteil, den du von deinem Arbeitgeber nicht in Form von Geld, sondern als Sachleistung oder vergünstigte Leistung erhältst. Klassische Beispiele sind der Firmenwagen zur privaten Nutzung, ein zinsgünstiges Arbeitgeberdarlehen, kostenlose Mahlzeiten oder Rabatte auf Produkte des Unternehmens.

Steuerlich werden solche Vorteile dem Barlohn gleichgestellt. Der Gesetzgeber will damit verhindern, dass Einkommen über den Umweg von Sachleistungen unversteuert bleibt. Der geldwerte Vorteil wird deshalb mit einem festgelegten Wert angesetzt und dem steuer- und sozialversicherungspflichtigen Bruttolohn hinzugerechnet.

Wie sich der geldwerte Vorteil aufs Netto auswirkt

Weil der geldwerte Vorteil das Bruttogehalt rechnerisch erhöht, steigen auch Lohnsteuer und Sozialabgaben. Auf deinem Konto landet dieser Betrag aber nie als Geld – die Leistung selbst hast du ja bereits erhalten. Im Ergebnis sinkt dein ausgezahltes Netto, obwohl dein Barlohn gleich bleibt.

Wie stark der Effekt ist, hängt von der Höhe des Vorteils und deinem Steuersatz ab. Bei einem Firmenwagen kann der geldwerte Vorteil je nach Fahrzeug und Arbeitsweg mehrere hundert Euro im Monat ausmachen. Es gibt allerdings auch Freibeträge und Pauschalierungen, mit denen bestimmte Vorteile begünstigt sind.

Geldwerter Vorteil beim Firmenwagen

Der häufigste Fall ist der Dienstwagen, den du auch privat nutzen darfst. Hier wird der geldwerte Vorteil meist über die 1-Prozent-Regel ermittelt – ergänzt um eine Bewertung des Arbeitswegs. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge gelten reduzierte Sätze.

Den konkreten geldwerten Vorteil deines Firmenwagens und seine Wirkung auf das Netto kannst du mit dem Firmenwagenrechner und dem Gehaltsrechner durchspielen.

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