TVöD-Erhöhung Mai 2026: 2,8 Prozent mehr für Bund und Kommunen – was netto bleibt
Zum 1. Mai 2026 steigen die TVöD-Entgelte für rund 2,6 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen um 2,8 Prozent. Es ist die zweite Stufe des Tarifabschlusses von 2025 – entscheidend ist, wie viel davon nach Steuern und Sozialabgaben ankommt.
Wichtige Punkte
- Zum 1. Mai 2026 steigen die Tabellenentgelte im TVöD für Bund und Kommunen um 2,8 Prozent.
- Es ist die zweite Stufe des Tarifabschlusses von 2025, der insgesamt 5,8 Prozent in zwei Schritten vorsah – die erste Stufe von 3 Prozent, mindestens 110 Euro, galt seit dem 1. April 2025.
- Betroffen sind rund 2,6 Millionen Tarifbeschäftigte; Auszubildende, Studierende und Praktikanten erhalten 75 Euro mehr im Monat. Der Tarifvertrag läuft bis mindestens 31. März 2027.
Was sich zum 1. Mai 2026 ändert
Mit der Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wurde im Frühjahr 2025 ein Entgeltplus von insgesamt 5,8 Prozent in zwei Schritten vereinbart. Die erste Stufe griff zum 1. April 2025 mit 3 Prozent, mindestens aber 110 Euro im Monat. Zum 1. Mai 2026 folgt nun die zweite Stufe: Die Tabellenentgelte im TVöD steigen um weitere 2,8 Prozent.
Die Erhöhung gilt für alle Entgeltgruppen und betrifft rund 2,6 Millionen Tarifbeschäftigte – in der allgemeinen Verwaltung ebenso wie im Sozial- und Erziehungsdienst und in der Pflege. Auszubildende, Studierende und Praktikanten erhalten statt des Prozentwerts einen festen Aufschlag von 75 Euro im Monat. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis mindestens 31. März 2027.
So rechnest du dein neues Netto aus
Ein Brutto-Plus von 2,8 Prozent landet nicht in voller Höhe auf dem Konto. Auf den zusätzlichen Betrag fallen Lohnsteuer und Sozialabgaben an, und durch die Steuerprogression kann der Nettoanteil je nach Einkommen und Steuerklasse spürbar kleiner ausfallen als der Bruttoaufschlag.
Trage dein bisheriges Bruttogehalt und das um 2,8 Prozent erhöhte Brutto nacheinander in den Gehaltsrechner ein und vergleiche die beiden Nettowerte. So siehst du, wie viel von der Tariferhöhung nach Abzügen tatsächlich übrig bleibt.
- Netto-Plus statt Brutto-Plus als Maßstab nehmen.
- Steuerklasse und Sozialabgaben in die Rechnung einbeziehen.
- Die zweite Stufe wirkt ab der Maiabrechnung 2026 – nicht rückwirkend.