Tarifrunde Handel 2026: Streiks ab 15. Mai – worum es beim Lohn geht
In der Tarifrunde für rund 5,2 Millionen Beschäftigte im Handel hat ver.di erste bundesweite Streiks gestartet. Gefordert werden 7 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten deutlich weniger.
Wichtige Punkte
- ver.di fordert 7 Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit.
- Die Arbeitgeber boten regional zunächst eine Nullrunde, dann 2 Prozent ab November 2026.
- Am 15. Mai 2026 begannen die ersten bundesweiten Streiks im Handel.
Warum Forderung und Angebot so weit auseinanderliegen
ver.di begründet die Forderung mit gestiegenen Lebenshaltungskosten und einem Reallohnverlust der vergangenen Jahre. Der Handelsverband verweist dagegen auf Kostendruck und eine schwache Konsumlage.
Für Beschäftigte ist der entscheidende Punkt nicht der Prozentwert allein, sondern wie lange die Laufzeit ist und ab wann eine Erhöhung tatsächlich greift. Eine spätere Wirksamkeit verschiebt das Plus oft um viele Monate.
So ordnest du ein Tarifangebot für dich ein
Ob sich ein Abschluss lohnt, zeigt erst die Rechnung nach Steuern und Sozialabgaben. Trage dein aktuelles Brutto und das künftige Brutto nacheinander in den Gehaltsrechner ein und vergleiche die Nettowerte.
Rechne zusätzlich die Laufzeit mit ein: Eine Erhöhung, die erst nach einer mehrmonatigen Nullrunde greift, bringt im ersten Jahr deutlich weniger als ein sofort wirksamer Abschluss mit gleichem Prozentwert.
- Prozentwert und Laufzeit gemeinsam betrachten.
- Datum der Wirksamkeit prüfen, nicht nur die Höhe.
- Netto-Plus für das erste und das zweite Jahr getrennt rechnen.