Entlastungsprämie 2026 gestoppt: Bundesrat verweigert 1.000-Euro-Bonus die Zustimmung

Eine steuer- und sozialabgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro war vom Bundestag bereits beschlossen. Der Bundesrat verweigerte dem Gesetz die Zustimmung – für die Lohnabrechnung bleibt damit alles beim Alten.

Wichtige Punkte

Was geplant war – und warum es scheiterte

Mit dem „Neunten Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften“ wollte die Koalition Arbeitgebern ermöglichen, ihren Beschäftigten bis zu 1.000 Euro steuer- und sozialabgabenfrei auszuzahlen. Die Prämie sollte freiwillig sein, zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden – also nicht über eine Entgeltumwandlung – und bis zum 30. Juni 2027 begünstigt sein, auch in Teilbeträgen. Vorbild war die Inflationsausgleichsprämie der Jahre 2022 bis 2024.

Im Bundesrat fand die Vorlage am 8. Mai 2026 keine Mehrheit. Die Länder verwiesen auf die Kosten: Der Finanzausschuss bezifferte die Steuerausfälle auf rund 2,8 Milliarden Euro, von denen knapp zwei Drittel ohne Gegenfinanzierung auf Länder und Kommunen entfallen wären. Nach der Sitzung des Koalitionsausschusses am 12. Mai 2026 wurde das Vorhaben nicht weiterverfolgt.

Was das für deine Lohnabrechnung bedeutet

Auf eine solche Prämie bestand ohnehin kein Rechtsanspruch – sie wäre eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers gewesen. Mit dem Aus ändert sich an deiner Abrechnung also nichts: Boni, Urlaubsgeld und andere Einmalzahlungen bleiben in voller Höhe steuer- und beitragspflichtig.

Gerade bei Einmalzahlungen lohnt deshalb der Blick auf das Netto. Trage dein Bruttogehalt mit und ohne die geplante Sonderzahlung in den Gehaltsrechner ein, um zu sehen, wie viel von einem Bonus nach Lohnsteuer und Sozialabgaben tatsächlich übrig bleibt.

Passende Rechner

Zur News-Übersicht